Am 12. Oktober 1810 heiratete Kronprinz Ludwig von Bayern seine Verlobte Therese von Sachsen-Hildburghausen.

Das Königshaus und das Volk feierten fünf Tage lang und in der Innenstadt fand ein riesiges Festtreiben mit Schuetzenparaden, Musik und Gastronomie statt. Am 13. Oktober gingen 232-000 Mass Bier und 400 Liter österreichischer Weisswein über die Theken. Am 17. Oktober fand ein Pferderennen statt. Andreas Michael Dall’Armi, Mitglied der Bayerischen Nationalgarde, hatte die Idee, die Hochzeit mit einem großen Pferderennen zu feiern. Eine Tribüne bot Platz für ca. 50.000 Zuschauer. Das Rennen dauerte in der Tat nur 18 Minuten. Die Feierlichkeiten und das Pferderennen fanden auf der später nach der Braut benannten Theresienwiese statt, und das war die Geburtsstunde des Oktoberfestes, das wir heute als bekanntestes und beliebtestes Bierfest der Welt berücksichtigen. Der große Erfolg führte zur Wiederholung der Wiesn im nächsten Jahr, übernächstem und im Jahr darauf. Zu Ehren der Silberhochzeit von König Ludwig I und Prinzessin Therese fand 1835 erstmals ein Trachtenumzug statt. Heute ist es immer noch einer der Höhepunkte des Festes, und er findet am ersten Wiesn-Sonntag statt.
Auf der Wiesn sind nur Münchner Brauereien zugelassen. Das Becher Bier als Symbol des Festes geht auf das Ende des XIX Jahrhunderts zurück.
Seit 1950 steht der Ausruf O’Zapf is! (bairisch für Es ist angezapft!) im Anschluss an den Anstich des ersten Bierfaßes durch den amtierenden Münchner Oberbürgermeister für die Eröffnung des Oktoberfestes. Im Jahr 1950 eröffnete Bürgermeister Thomas Wimmer offiziell das Fest mit dem bayerischen Satz Zapft is!, und dieser Satz ist heute eine Art magische Aussage und bedeutet, daß das Fest beginnt, daß man tanzen soll! Die Eröffnung erfolgt in jedem Jahr am ersten Samstag nach dem 15. September um 12 Uhr statt.

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